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Lossow - eine Chronik

Nach der Familie von Lossow wurde das Dorf Lossow südlich von Frankfurt (Oder) benannt.
1290 Erste urkundliche Erwähnung des Namens Otto de Lossowe.
1328 Das Dorf Lossow ist urkundlich nachweisbar.
1438

Lehnsherr wird der Frankfurter Patrizier Rakow. Er kauft das Dorf und den Freien Hof von den Lossows.

1460

Das Dorf besaß 64 Hufe. 4 Hufe standen dem Pfarrer und 2 der Kirche zu, 
4 gehörten dem Richter oder Lehnschulzen,
34 Hufe dem Gerichtsherrn. 
Zum Dorf gehörten ferner 20 Kossäten,
ein Krug und eine Schäferei.

Hufe:        
gebraucht für Gemarkungs- und Hofgrößen meist 30 Morgen 7,6597 ha 
(Preußen vor 1755)

Kossäten:
stellen die untere soziale Schicht in der Dorfgemeinde dar mit keinem oder nur geringem Pachtland

1512-1806 Lossow ist im Besitz der Familie von Beerfelde
1618

Plünderung und Brandschätzung Lossows im 30jährigen Krieg durch Truppen Wallensteins und schwedische Truppen

1741-1746 Bau der Kirche in Lossow
1756 Der Siebenjährige Krieg beginnt, Quartiernahme der Roten Armee im Beer- feldischen Obstgarten in Lossow. Die Bevölkerung leidet erneut unter Plünderung und Gewalttaten.
1801 Lossow hat 232 Einwohner, zwei Krüge, eine Schmiede, ein königliches Neben- 
zollamt, eine Ziegelei, die Buschmühle und eine Wassermühle.
1806 Landrat Schöning kauft des Gut Lossow 
1811 Die Lossower Feuerwehr bekämpft ein Großfeuer in Tzschetzschnow
1813

In Folge der Befreiungskriege werden 800 Donkosaken, die die französische Armee verfolgen, in Tzschetzschnow, Lossow und Markendorf einquartiert.

1815

Mit der Bildung der Provinz Brandenburg gehört Lossow von 1816 bis 1950 zum Kreis- bzw. Regierungsbezirk Frankfurt (Oder).

1835 Sanierung von Kirche und Kirchturm für 1500 Reichstaler.
1844-1876

Bau der Bahnlinie von Frankfurt (Oder) nach Breslau (Fertigstellung1846), 
Inbetriebnahme der Bahnstrecke Frankfurt (Oder) – Cottbus

1900 In Lossow gibt es 537 Einwohner, 65 Wohnhäuser, eine Ziegelei
1906

Beginn der Ausgrabungen auf dem Burgwall durch den Frankfurter Heimatforscher R. Agahd.

1914 Die Kirche wird wegen Baufälligkeit polizeilich geschlossen.
1922 Beginn des Baus eines elektrischen Kraftwerkes in Finkenheerd durch die Märkische Elektrizitätswerk AG Berlin.
1938-1939

Weiterer Ausbaus der Reichsstraße 112 Lossow - Güldendorf mit Anschluss an die Autobahn und Weiterführung nach Frankfurt (Oder).

1939 Beginn des 2. Weltkrieges am 1. September.
1945 Frankfurt (Oder) wird zur Festung erklärt. 
Die Rote Armee überschreitet im Februar im Bereich Eichwald die Oder und bildet den Brückenkopf Buschmühle. 
Am Kriegsende ist das Dorf zu 35% zerstört, darunter die Kirche, die Schule und das Schloss.
1952 Eingemeindung in den Kreis Fürstenberg (Oder), später Eisenhüttenstadt (ehm. Stalinstadt)
1973 Lossow wird ein Ortsteil von Frankfurt (Oder).
1980-1984 Ausgrabungsarbeiten am Lossower Burgwall unter Leitung von Dr. Griesa
1986

Lossow hat  344 Einwohner. Die Fläche beträgt 2597 Hektar, wovon 850 landwirtschaftlich genutzt werden.

1993 Die Lossower Freiwillige Feuerwehr erhält ein neues Gerätehaus.
1995

Einweihung des Wohnbereiches „Wall“ und des neuen Kirchensaales der Kirchengemeinde Lossow im September in der Lindenstraße.

2010

Nach Angabe der kommunalen Statistikstelle Frankfurt (Oder) hat Lossow zum Jahresende 2010 502 Einwohner, davon sind 242 Frauen.